Datenschutz – ein Quiz mit Kahoot für Fortbildungen

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Für Fortbildungen von Lehrkräften und zur Sensibilisierung für datenschutzrechtliche Fragen im Schulalltag gibt es nun ein Kahoot Quiz mit 25 Fragen.

Ergänzend dazu gibt es zu jeder Frage Erläuterungen mit den rechtlichen Hintergründen, bezogen auf die Rechtslage in NRW. Der Quiz kann auch in anderen Bundesländern genutzt werden, da die Rechtslage überwiegend ähnlich ist. Die Erläuterungen als PDF und in anpassbaren Versionen.

Sollte sich die Rechtslage durch Anpassungen des Schulgesetzes oder der Verordnungen zur Datenverarbeitung ändern, werden Quiz und Erläuterungen aktualisiert.

 

2 Antworten auf „Datenschutz – ein Quiz mit Kahoot für Fortbildungen“

  1. Hallo, für mich wäre es interessant ob Kahoot selber den Anforderungen der DSGVO entspricht. Bestehen hierzu Informationen die ich als Hilfestellung verwenden kann?

    1. Inwieweit entspricht Kahoot den Anforderungen der DS-GVO? Sie entsprechen den Anforderungen ganz sicher nicht zu 100%. Es geht dabei nicht einmal so sehr um die Nutzung von Cookies, sondern auch im eine Nutzung von Google Fonts, die in der Datenschutzerklärung nicht ausgewiesen wird. Auch wenn man nur als Teilnehmer über den Nummerncode und die URL https://kahoot.it/ oder das App teilnimmt, laufen im Hintergrund Google-Analytics, Amplitude (US Anbieter) und Hotjar (Australischer Anbieter). Alle drei sind Tracking Mechanismen. Die beiden letzten sind dazu gedacht Nutzerverhalten innerhalb der Plattform selbst zu verfolgen, um dem Anbieter eine Optimierung seiner Plattform zu ermöglichen. Google-Analytics trackt Nutzer auch über verschiedene Websites hinweg.
      Genau genommen müsste Kahoot Nutzer vor dem Erheben der Daten über die Datenverarbeitung informieren, so wie jede Website. Das erfolgt z.B. bei der URL https://kahoot.it/ nicht. Dort gibt es keine Möglichkeit, Datenschutzinformationen zu erhalten.
      Welche Risiken ergeben sich aus einer Nutzung von Kahoot als Teilnehmer? In der Schule mit schulischen Endgeräten (Tablet oder PC) ohne zeitgleichen Login an anderen Online Diensten, besteht keine Möglichkeit, einen Teilnehmer (Schüler) in irgendeiner Art und Weise einer identifizierbaren Person zuzuordnen. Bei der Nutzung von einem Privatgerät, vor allem einem Mobilgerät wie einem Smartphone besteht die Möglichkeit schon, über Google-Analytics (Amplitude und Hotjar sollten hier keine Rolle spielen, da es bei diesen Tools nicht um identifizierbare Nutzer geht, außer es handelt sich um registrierte Nutzer) den Nutzer über Zusammenführung mit Daten aus anderen Quellen, einer identifizierbaren Person zuzuordnen. Das allerdings geschieht nicht durch Kahoot und Kahoot wird auch kein Interesse daran haben. Je nach Einstellung von Google-Analytics könnte diese Möglichkeit jedoch für Google bestehen. Wird eine Datennutzung durch Google deaktiviert, nutzt Google die Daten nicht für eigene Zwecke. Ohne Deaktivierung kann Google einer IP Nummer und darüber unter Umständen einer identifizierbaren Person eine Nutzung von Kahoot zuordnen.
      Die Risiken, welche sich daraus für Nutzer ergeben, sollten sehr gering sein. Die Websites von Tageszeitungen und kommerziellen Seiten mit Lernangeboten sind da in der Regel ganz anders aufgestellt und greifen hemmungslos Daten ihrer Nutzer ab. Soweit für mich ersichtlich verfolgt Kahoot mit der Nutzung der genannten Dienste keine finanziellen Eigeninteressen im Sonne von Profilbildung zur Anzeige von Werbung oder zur Vermarktung oder dem Verkauf in irgendeiner anderen Form.
      Für mich heißt das. In der Schule kann man Kahoot durchaus einsetzen, wenn es mit schuleigenen Geräten ohne gleichzeitige Anmeldung an anderen Online Diensten erfolgt. Eine Nutzung mit privaten Endgeräten ob in der Schule oder zu Hause kann nur auf informierter Freiwilligkeit erfolgen, beispielsweise als ein Angebot.

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