Microsoft Copilot in MS365 Edu – Datenschutzfragen

Lesezeit: 8 Minuten

Aufsichtsbehörden sehen Microsoft 365 weiterhin kritisch und gehen davon aus, dass eine datenschutzgerechte Nutzung den Abschluss einer Zusatzvereinbarung in Anlehnung an die von sieben Aufsichtsbehörden erarbeitete Handreichung erfordert. An vielen Schulen wird Microsoft 365 seit Jahren genutzt und Schulen halten daran fest, auch wenn es im Bildungsbereich bisher noch keine Zusatzvereinbarung gibt. Copilot ist mittlerweile ein Bestandteil von Microsoft 365 und steht dort in Abhängigkeit von der Lizenz des Tenants mit unterschiedlichem Funktionsumfang zur Verfügung. An vielen Schulen fragt man sich, ob es möglich ist Copilot im Unterricht einzusetzen, um so Extrakosten für Lizenzen bei Anbietern wie fobizz, SchulKI, Paddy, FellowFish und ähnlich zu vermeiden?

Der Beitrag erklärt die Unterschiede zwischen Copilot-Versionen, ordnet rechtliche Vorgaben ein und zeigt anhand von Beispielen aus Deutschland und Nachbarländern, wie Behörden und andere Player reagieren. Am Ende wird aufgezeigt, wie der aktuelle Stand im Bildungsbereich einzuschätzen ist und welche Leitplanken Schulen derzeit beim Einsatz von Copilot berücksichtigen sollten.

Grundsätzliches

Es gibt diverse Copilot Funktionen von Microsoft und es gelten unterschiedliche Datenschutzbedingungen.

Copilot innerhalb von Microsoft 365 und Consumer Version

Zu unterscheiden ist innerhalb von Microsoft 365

  • Copilot Chathttps://m365.cloud.microsoft/chat/ – verfügbar für Schüler und Lehrkräfte
  • Copilot als Bestandteil von Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams, OneNote – verfügbar als kostenpflichtiges Add-on, jedoch nur für Lehrkräfte in den entsprechenden A3 und A5 Lizenzen

Außerhalb von Microsoft 365 gibt es noch Copilot über Browser und Apps

  • Copilot Apps – mobile Apps für iOS und Android: „Microsoft Copilot“.

Microsoft beschreibt die Unterschiede in der Benennung der Copilot-Versionen wie folgt:

“Seit Januar 2025 haben die Erfahrungen für die Copilot Arbeit und den persönlichen Gebrauch nicht mehr den gleichen Namen:

  • Microsoft 365 Copilot Chat (im Web verankert) und Microsoft 365 Copilot (basiert auf Web- und Arbeitsdaten) sind für Arbeit und Bildung vorgesehen.
  • Microsoft Copilot ist für den persönlichen Gebrauch”

Altersfreigaben/ – beschränkungen

Microsoft hat im Mai 2025 offiziell bekanntgegeben, dass Copilot Chat in Microsoft 365 Education für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren verfügbar ist.

Die Consumer-Version von Copilot für den privaten, nicht-schulischen Gebrauch ist dagegen erst ab 18 Jahren nutzbar und in einigen EU-Ländern bereits früher. Da Deutschland keine eigene Regelung zur Einwilligungsfähigkeit nach Art. 8 DS-GVO getroffen hat, gilt hier ein Mindestalter von 16 Jahren für die wirksame Einwilligung. Unterhalb dieser Grenze ist die Nutzung nur mit Einwilligung der Sorgeberechtigten rechtmäßig. Der Einsatz der Consumer-Version im schulischen Kontext ist datenschutzrechtlich ausgeschlossen.“

Webzugriff in Copilot

Microsoft  sagt:

Wenn Sie die Richtlinie Websuche in Copilot zulassen nicht konfigurieren, ist die Websuche für Benutzer sowohl in Microsoft 365 Copilot als auch im Chat standardmäßig verfügbar, es sei denn, Sie legen die Richtlinie Verwendung zusätzlicher optionaler verbundener Umgebungen in Office zulassen auf Deaktiviert fest. Das Deaktivieren optionaler verbundener Erfahrungen schränkt jedoch Microsoft 365 Copilot Chat, Microsoft 365 Copilot und mehrere Benutzeroberflächen in Microsoft 365 ein.

Das bedeutet: sobald Copilot über die Web-Schnittstelle mit Bing kommuniziert, verlässt der Datenfluss diesen geschützten Raum. Microsoft selbst weist in seiner Dokumentation darauf hin, dass für Web-Suchanfragen andere Bedingungen gelten können und diese z.B. nicht von der EU Data Boundary abgedeckt sind. Da unklar ist, welche Daten Microsoft in diesem Zusammenhang verarbeitet, werden die Zusagen für den Edu-Bereich damit vermutlich unterlaufen. Schulen sollten, wenn Copilot für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt wird, den Webzugriff mandantenweit deaktivieren.

Wie ist die Verbindung von Microsoft Copilot zu OpenAI ChatGPT?

Microsoft besitzt große Anteile von OpenAI und hat dadurch Zugriff auf die LLM von OpenAI, aber die OpenAI-Modelle laufen innerhalb von Microsofts Azure-Infrastruktur. Das bedeutet, es handelt sich um eigene Instanzen des KI-Systems. Nutzerdaten bzw. -eingaben werden nicht für Trainingszwecke genutzt. Es gibt zwischen den von Microsoft betriebenen OpenAI-Modellen und den von OpenAI selbst betriebenen ChatGPT Modellen keine technische Verbindung und auch keinen Austausch von Daten.

  • Copilot läuft über Azure OpenAI Service, abgesichert durch Microsofts Verträge und EU-Data-Boundary.
  • ChatGPT ist der direkte OpenAI-Dienst, ohne die Microsoft-Schutzschicht – deshalb für Schulen/Behörden datenschutzrechtlich nicht nutzbar (ohne zwischengeschaltete API durch Anbieter wie fobizz, SchulKI, Paddy, FellowFish, …).

Zugriff auf Daten

Copilot Chat arbeitet nur mit den Prompts, die der Nutzer direkt eingibt (z. B. Fragen, hochgeladene Dateien).

Das Copilot Add-on kann innerhalb der Microsoft 365 auf alle Dokumente zugreifen, die ein Nutzer erstellt hat oder auf die er Zugriff hat/ die für ihn freigegeben sind. Copilot Chat hat keinen Zugriff auf OneDrive/SharePoint/Graph-Daten. Nur das Add-on nutzt die Microsoft Graph-Integration. Copilot sieht nur das, was auch der Nutzer sehen darf (Berechtigungen werden nicht umgangen). 

Datenschutz

Für Copilot außerhalb von Microsoft 365 gelten die Datenschutzstandards für Privatnutzer. Diese sind mit den datenschutzrechtlichen Vorgaben für Schulen nicht vereinbar. Das bedeutet, Versionen außerhalb von Microsoft 365 können im Unterricht auf gar keinen Fall mit Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Die Nutzung ist vergleichbar einer direkten Nutzung von ChatGPT, Gemini, Claude und DeepSeek.

CoPilot Chat ist zwar vergleichbar einer direkten Nutzung von KI-Plattformen wie den zuvor genannten, doch es gibt wichtige Unterschiede.

  • Copilot Chat in Microsoft 365 Edu unterliegt den gleichen Datenschutzstandards, wie sie für die anderen in der Plattform enthaltenen Dienste (Word, Excel, PowerPoint, Teams, OneNote, …) gilt, da Copilot Chat ein Core-Service ist, ein eigenständiger Dienst und damit nicht zu den problematischen optionalen verbundenen Erfahrungen zählt.
  • Als Core-Service gilt für Copilot Chat der Enterprise-Datenschutz und es fällt unter die EU Data Boundary. Letzteres ist wichtig, da Microsoft  so zusichert, dass sämtliche Daten ausschließlich innerhalb der EU verarbeitet werden.

Innerhalb des Nutzerkontos können Nutzer ihren Copilot Aktivitätsverlauf löschen.1Die Einstellung findet sich unter:  https://myaccount.microsoft.com/settingsandprivacy/privacy Die Löschung betrifft Microsoft Copilot Chat und auch die Aktionen von über Add-on verfügbaren Copilot Funktionen in Word, Excel, … Mit Copilot erstellte und bearbeitete Inhalte werden nicht gelöscht.

Was man noch wissen sollte

Berlin

In Berlin stellte zum Schuljahr 2024/25 allen Lehrkräften Copilot zur Verfügung:

Als eines der ersten Bundesländer bietet Berlin seinen Lehrkräften jetzt ein datenschutzkonformes KI-Tool an. Mit Copilot, dem KI-Assistenten von Microsoft, wird alles digitaler, einfacher und kreativer. Die Anwendung nutzt ausschließlich öffentliche Webdaten und schützt dabei die Privatsphäre. Es unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen im Unterrichtsalltag bei einer Vielzahl von Aufgaben:

➡️ schnell im Netz recherchieren

➡️ Unterrichtsmaterialien mit Bildern erstellen

➡️ Routineaufgaben, wie Terminplanung und Dokumentenerstellung, automatisieren

„Mit Copilot ermöglichen wir an unseren Schulen Unterricht auf der Höhe der Zeit. Um alle Pädagoginnen und Pädagogen auf diesem Weg mitzunehmen, haben wir zum neuen Schuljahr eine Fortbildungsreihe zum Umgang mit KI an unseren Schulen gestartet.2Quelle: https://www.linkedin.com/posts/senbjf_copilot-ki-k%C3%BCnstlicheintelligenz-activity-7254427341001560065-7324/?originalSubdomain=de

Von der Berliner Aufsichtsbehörde wurde das kritisch gesehen, da sie nicht vorab beteiligt worden war.

Die Berliner Senatsverwaltung hatte Copilot Chat in Edge zur Verfügung gestellt und gibt dazu an:

    • …. dass “durch die Einführung von Microsoft Copilot in Edge im  Unternehmensdatenschutz keine weiteren personenbezogenen Daten verarbeitet werden als diejenigen durch die Einführung der MEG [mobilen Endgeräte], …”
    • “Von den Nutzenden dürfen keine personenbezogenen Daten in Microsoft Copilot eingegeben werden.
    • Die Kl darf auch nicht für Bewertungen oder die Kontrolle von Prüfungen eingesetzt werden.”
    • “Datenschutzfilter: Es kommen Filter zum Einsatz, die verhindern, dass sensible persönliche Informationen verarbeitet werden. Zum Beispiel ist es nicht möglich, persönliche Informationen anzugeben oder abzufragen.”3Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/einfuehrung-von-microsoft-copilot-in-schulen/956810/anhang/319764-name-antwort_geschwaerzt.pdf

Niedersachsen

In Niedersachsen hatte man in enger Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde eine Zusatzvereinbarung mit Microsoft getroffen, welche es öffentlichen Stellen (gemeint ist hier Verwaltungen) erlaubt Microsoft Teams zu nutzen. In diesem Kontext testet die Landesverwaltung seit März 2025 in mehreren Ressorts Copilot.4Quelle: https://www.it.niedersachsen.de/startseite/it_news/aktuelles/ki-assistent-fur-die-verwaltung-it-niedersachsen-testet-microsoft-365-copilot-chat-240173.html

Schweiz Kanton Zürich

Der Kanton Zürich hat darauf reagiert, dass Lehrkräften nun Copilot als Basisdienst zur Verfügung steht und nicht mehr zentral deaktivierbar ist. Nach einer internen datenschutzrechtlichen Prüfung entschied, dass Copilot von den Lehrpersonen genutzt werden darf. Die Schule trägt dabei jedoch die Verantwortung für die korrekte Nutzung von Copilot durch die Lehrpersonen. Schulen werden Hinweise gegeben, welche Regeln bei der Nutzung zu beachten sind, auch mit Blick auf Datenschutz.5Quelle: https://help.mba.zh.ch/images/Projekt_GenKI/Merkblatt_zu_Microsoft_Copilot.pdf

Niederlande

Die Niederlande sind bekannt für ihre Vorreiterrolle in Sachen Datenschutz. Sie konnten in der Vergangenheit erfolgreich durch Datenschutz-Folgenabschätzungen Mängel in großen Plattformen wie Microsoft 365 und Google Workspace for Education nachweisen und dann jedoch durch Verhandlungen mit den großen Anbietern Veränderungen erwirken, welche in Folge eine datenschutzfreundliche Nutzung der Plattformen durch Behörden und Schulen ermöglichte. Die zentralen Akteure im niederländischen Bildungssektor, SURF und SIVON, raten derzeit dringend von der Nutzung von Microsoft 365 CoPilot ab. Wie in vergangenen Fällen hatte SURF6Quelle: https://www.surf.nl/nieuws/advies-gebruik-microsoft-365-copilot-vooralsnog-niet-vanwege-privacyrisicos hier Privacy Company im Januar 2024 mit einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA/ DPIA)7Quelle: https://www.surf.nl/files/2024-12/20241218-dpia-microsoft-365-copilot.pdf beauftragt und dann im Dezember 2024 nach Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse dazu geraten, Microsoft 365 Copilot wegen Datenschutzrisiken vorerst nicht zu verwenden. In Bezug auf Datenschutz kritisierte man u.a. fehlende Transparenz und auch das Risiko falscher Daten.

Man sollte beachten, dass sich seit der DSFA in den Niederlanden Anfang 2024 eine Menge getan hat, was Microsoft Copilot angeht. Microsoft hat an vielen Stellen nachgebessert, technisch wie auch in Bezug auf die Dokumentation und vertragliche Anpassungen.8Siehe hierzu die von Raphael Koellner dokumentierten Updates: https://www.rakoellner.de/?s=copilot Ob die in der DSFA festgestellten Mängel weiterhin Bestand haben oder von Microsoft erfolgreich beseitigt wurden, dazu gibt es von Seiten von SURF bisher keine Informationen.

Ergänzung zur niederländischen DSFA – September 2025

Privacy Company hat seine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) aktualisiert9Stand 15.09.2025 und konnte dabei nachweisen, dass Microsoft Maßnahmen ergriffen, um vier der zuvor identifizierten hohen Datenschutzrisiken zu minimieren. Allerdings konnte Microsoft damit diese vier hohen Risiken noch nicht vollständig beseitigen. Beachtet werden sollte, dass es hier nicht um Copilot Chat, sondern das kostenpflichtige Add-on von Copilot geht, welches dann auch in Word, Excel, PowerPoint und Outlook zur Verfügung steht. Zwei der zuvor ermittelten hohen Risiken (rot) wurden zu mittelschweren Risiken herabgestuft. Es geht bei diesen Risiken um die Verarbeitung von inkorrekten und unvollständig verarbeiteten personenbezogenen Daten in Antworten von Copilot und eine unangemessen lange Speicherfrist von 18 Monaten für pseudonymisierte Metadaten, erforderliche Dienstdaten und Telemetriedaten. Die Bewertung bleibt vorläufig; eine Neubewertung ist nach einem weiteren halben Jahr angekündigt – abhängig davon, ob Microsoft die angekündigten Verbesserungen wirklich umsetzt. Privacy Company empfiehlt Schulen, Copilot grundsätzlich nur sehr restriktiv und für genau definierte Aufgaben zu nutzen, bei denen keine inakzeptablen Datenschutzrisiken entstehen. Vor dem Einsatz sind verschiedene Schutzmaßnahmen und technische Einstellungen verpflichtend vorzunehmen, z. B. KI-Nutzungsordnung, datenschutzfreundliche Standardeinstellungen und Sperrung des Bing-Zugriffs.

Ergänzung zu Copilot Chat Erweiterung – Oktober 2025

Wie Raphael Koellner bereits am 16.09.2025 meldet, ist Copilot Chat jetzt auch in Office Produkten (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook) verfügbar, ohne dass dafür extra eine zusätzliche Lizenz erworben werden muss. Die Neuerungen beschreibt Koellner wie folgt:

Microsoft hat Copilot Chat und intelligente Agenten in die Microsoft 365 Apps wie Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote integriert. Damit entsteht eine einheitliche Chat-Erfahrung direkt in den Anwendungen, die Millionen täglich nutzen. Copilot Chat erkennt den Kontext der geöffneten Datei und liefert passende Antworten – ohne zusätzlichen Upload oder App-Wechsel.

Mit Blick auf IT und Sicherheit erläutert Koellner, dass Administratoren die neu verfügbaren Funktionen durch das Copilot Control System (CCS) verwalten und absichern können. Microsoft sichert für die neu verfügbaren Funktionen, Datenschutz nach Enterprise-Commercial-Standard zu, Urheberrecht sowie die vertraglichen Regelungen in DPA (Data Protection Addendum), PT (Product Terms) und SLA (Service Level Agreement). Copilot Chat ist weiterhin ein Core-Service. Auf Nachfrage zur Abgrenzung von Copilot Chat zu Copilot in Microsoft 365 schreibt er auf LinkedIn “Es ändert sich in dem Punkt, dass mit dem Zugriff auf das Office Dokument und auch der Funktion “/” nun doch Graph Zugriff auf Dokumente besteht, wie beim Copilot for Microsoft 365. Es gibt keine klare Trennung mehr zwischen Copilot Chat und Copilot for Microsoft 365. Technisch wird Chat immer mehr zu Copilot for Microsoft 365.”10https://www.linkedin.com/posts/raphael-k%C3%B6llner_microsoft-copilot-chat-willkommen-in-den-activity-7373591245996081152–Wd2/ Welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die datenschutzrechtliche Bewertung von Copilot Chat haben werden, ist aktuell schwierig abzuschätzen. Schulen dürften auf der sichereren Seite sein, wenn sie Copilot Chat auf seine Basis Funktionen einschränken.

Hinweise zur Administration von Copilot Chat in Microsoft 365 Education Tenants finden sich unter https://learn.microsoft.com/de-de/copilot/manage

Wo stehen wir aktuell

Es ergibt sich aus dem, was öffentlich dokumentiert ist, kein einheitliches Bild.

  • Festzuhalten ist, dass die derzeit offiziell bekannten schulischen Einsatzbereiche von Copilot auf Lehrkräfte beschränkt sind und nur für Tätigkeiten gestattet sind, die keine personenbezogenen Daten enthalten. Eine Nutzung durch Schulministerien/ Bildungsverwaltungen oder Aufsichtsbehörden sanktionierte Nutzung durch Schülerinnen und Schüler ist nicht bekannt.
  • Werden KI-Anwendungen durch Bundesländer über Landeslizenzen bereitgestellt, dann geht es bisher immer um über API vermittelte Angebote wie fobizz, SchulKI, Paddy, FellowFish und Ähnliche, jedoch nicht um direkt genutzte Plattformen (auch wenn das bei einer EU KI wie Mixtral durchaus denkbar wäre mit Blick auf Datenschutz).
  • Microsoft selbst lässt eine Nutzung von Copilot in Microsoft 365 Education ab 13 Jahren zu verweist jedoch auf die rechtlichen Vorgaben im jeweiligen EU Land.
  • Wenn Schulen Copilot Chat für ihre Schülerinnen und Schüler freigeben, sollte der Webzugriff von Copilot Chat zentral deaktiviert werden, um mit der Nutzung innerhalb der Datenschutzbestimmungen/ -zusagen für den Bildungsbereich zu bleiben.
  • Die Nutzung von Copilot Chat in Microsoft 365 ist immer auch im Kontext der insgesamt von den Aufsichtsbehörden als problematisch eingeschätzten Nutzung von Microsoft 365 zu sehen. Es bewegt sich hier in verschiedenen Bundesländern etwas, indem Zusatzvereinbarungen mit Microsoft abgeschlossen werden, die sich an der Handreichung der sieben Aufsichtsbehörden orientieren. In Hessen ist man von Seiten der Aufsichtsbehörde bemüht, hier auch zu einer entsprechenden Regelung für den Bildungsbereich zu kommen.
  • Man kann davon ausgehen, dass bei Zustandekommen einer Zusatzvereinbarung mit Microsoft für den Bildungsbereich in einem Bundesland, andere Bundesländer folgen werden. Copilot wäre dann ziemlich sicher mit der genannten Einschränkung auch für Schüler verfügbar.
  • Schulen, die aktuell Microsoft 365 nutzen, können davon ausgehen, dass sich die datenschutzrechtliche Lage für sie nicht ändert, wenn sie im Unterricht Copilot Chat mit zentral deaktiviertem Webzugriff für Copilot Chat einsetzen und sich an die Altersfreigabe halten.
  • Bezüglich dessen, was im Unterricht möglich ist, kann man mit Copilot Chat alles machen, was ein LLM ohne den Webzugriff kann. Inhaltlich ist Copilot Chat dabei jedoch immer nur auf dem Stand der letzten Trainingsdaten des aktuell bereitgestellten Modells. Es gelten die gleichen Regeln wie bei jeder KI-Plattform bezüglich der Verwendung von personenbezogenen oder -beziehbaren Daten in Prompts. Diese sollten vermieden werden, um mögliche Risiken auszuschließen. Es empfiehlt sich eine KI Nutzungsordnung zu erstellen und durch die schulischen Mitbestimmungsgremien verabschieden zu lassen sowie mögliche Risiken, welche aus der Nutzung einer KI-Plattform entstehen können, im Rahmen der Medienbildung zu thematisieren.

 

 Stand Oktober 2025

Schulische Datenübermittlung an die Bundesagentur für Arbeit

Lesezeit: 3 Minuten

Schulen in NRW arbeiten im Rahmen der Berufswahlvorbereitung eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Berufsberaterinnen und Berufsberater kommen regelmäßig in die Schulen, um Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern Beratung und Unterstützung bei der Berufswahl anzubieten. Auf den Seiten des BO-Tool NRW (Digitales Online Instrumentarium zur Beruflichen Orientierung) informiert das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) auch über die dabei stattfindende Datenverarbeitung und die dazu gehörigen Rechtsgrundlagen.

Bislang war es so, dass Schulen die Daten von Schülerinnen und Schülern nicht ohne deren Einwilligung an die Agentur für Arbeit bzw. die dort tätigen Berufsberaterinnen und Berufsberater weitergeben durften. Grundsätzlich gilt dieses auch weiterhin so, wie in der Schrift Informationen zum Datenschutz und zur Datenverarbeitung bei Beratungsgesprächen der Berufsberatung im Rahmen der „Lebensbegleitenden Berufsberatung vor dem Erwerbsleben“ erklärt wird.

Kommen die Berufsberater zu Beratungsgesprächen an die Schule, so darf die Schule den in der Schule befindlichen Berufsberaterinnen und Berufsberatern Namen und Uhrzeiten zum Zweck der Termingestaltung und Anwesenheitskontrolle geben. Weitere Daten der Schülerinnen und Schüler darf die Schule nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung oder mit der der Erziehungsberechtigten an die Agentur für Arbeit weitergeben. Grundsätzlich können dabei Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren selbst der Verarbeitung ihrer Daten zustimmen; falls jedoch Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Einwilligungsfähigkeit bestehen, ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Wenn Eltern nicht möchten, dass ihr Kind an einem Beratungsgespräch teilnimmt, und der bereits durch ihr Kind erteilten Einwilligung bei der Agentur für Arbeit widersprechen, werden sämtliche Daten bei der Agentur gelöscht und das Beratungsgespräch entfällt. Der Widerruf muss gegenüber der Agentur für Arbeit erklärt werden, nicht gegenüber der Schule.

Entsprechend liegt auch die Information bezüglich der Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler durch die Agentur für Arbeit selbst. Jugendliche und ihre Erziehungsberechtigten erhalten mit der schriftlichen Einladung von der Agentur für Arbeit Informationen zum Datenschutz; die Schule informiert dazu nicht. Nehmen Minderjährige in der Schule spontan und selbständig eine Beratung in Anspruch, werden die Eltern durch die Agentur für Arbeit informiert und können der weiteren Datenverarbeitung widersprechen, woraufhin die Agentur die Daten löscht.

Die Schule informiert Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte idealerweise vor dem ersten Kontakt mit der Berufsberatung über die Angebote und die datenschutzrechtlichen Modalitäten der Beratung. Dazu lädt sie die Berufsberatung zu Elternveranstaltungen (z. B. „Kick-Off“ im KAoA-Prozess, Jahrgangsstufe 8) ein, damit diese den Beratungsprozess und Datenschutz erläutert. Außerdem verteilt die Schule einen Informationsflyer zu den Beratungsleistungen und dem Datenschutz per Schulpost oder E-Mail an alle Erziehungsberechtigten, um Transparenz sicherzustellen.

Da die Schule eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung der Jugendlichen auf die Berufswahl einnimmt, ist es sinnvoll, die individuellen Beratungsergebnisse mit der Agentur für Arbeit auszutauschen. Dieser Austausch, der eine bessere Abstimmung und gemeinsame Planung der beruflichen Orientierung ermöglicht, darf jedoch nur mit der ausdrücklichen Einwilligung der Jugendlichen erfolgen.

Ausnahme Beendigung der Schule ohne konkrete berufliche Anschlussperspektive

Seit April 2025 gibt es den Erlass zum Verfahren der Übermittlung von Daten nach Maßgabe des Schülerinnen- und Schülerdatenübermittlungsgesetzes NRW. Dieser ermöglicht es Schulen, die “personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern, die voraussichtlich bei Beendigung der Schule über keine
konkrete berufliche Anschlussperspektive im Sinne des § 31a Absatz 1 SGB III
verfügen, über die jeweils zuständigen Bezirksregierungen an die Bundesagentur für Arbeit zu übermitteln, so dass diese die Schülerinnen und Schüler gemäß
§ 1 Absatz 1 Satz 2 Schülerinnen- und Schülerdatenübermittlungsgesetz NRW
kontaktieren kann.”

Dieses Schülerinnen- und Schülerdatenübermittlgungsgesetz NRW, mit langem Namen auch “Gesetz zur Übermittlung von Schülerinnen- und Schülerdaten
am Übergang von der Schule in den Beruf
” von Oktober 2023 und geändert im Juli 2025 schafft die Rechtsgrundlage, auf welcher Schulen einen Datensatz bestehend aus:

  1. Vor- und Familienname,
  2. Geburtsdatum,
  3. Geschlecht,
  4. Wohnanschrift,
  5. voraussichtlich beendeter Schulform und
  6. voraussichtlich erreichtem Abschluss.

übermitteln darf bzw. muss.

Gemäß Erlass übermitteln Berufskollegs “zusätzlich den jeweils besuchten Bildungsgang mittels der in Anlage 1 ausgewiesenen Schulgliederungsschlüssel.

Die Schule muss vorab jedoch genau prüfen, auf welche Schülerinnen und Schüler der Erlass bzw. das Gesetz anzuwenden sind. Schülerinnen und Schüler, die über eine konkrete, im Erlass näher beschriebene Anschlussperspektive verfügen, sind von der Regelung ausgenommen. Gemäß Erlass übermittelt die Schule den Datensatz über das BAN-Portal an die zuständige Bezirksregierung. Auch wenn das dem Erlass zugrundeliegende Gesetz Schulen die Möglichkeit eröffnet, den Datensatz direkt an die Agentur für Arbeit zu übermitteln,

Die personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler sind spätestens bis vier Wochen zum Ende eines Schuljahres je nach Übermittlungsweg entweder an die örtlich zuständige Agentur für Arbeit oder über die Bezirksregierung an die Bundesagentur für Arbeit zu übermitteln.”

hat hier für Schulen die Vorgabe des Erlass Vorrang. Die Übermittlung der von den Schulen im BAN-Portal hinterlegten Daten an die Bundesagentur für Arbeit erfolgt durch die jeweils zuständigen Bezirksregierungen. Diese laden bis zu einem im Erlass vorgegebenen Stichtag eine CSV-Datei mit den gesammelten Schülerdaten aus dem BAN-Portal herunter und übertragen sie anschließend über die SDN-Weboberfläche der Bundesagentur für Arbeit. Für die sichere Authentifizierung und Datenübertragung nutzen die Bezirksregierungen dabei ein von der Bundesagentur für Arbeit ausgestelltes Zertifikat.

Bild- und Tonaufnahmen im Rahmen der Lehrerausbildung

Lesezeit: 4 Minuten

Im Rahmen der Lehrerausbildung kann es hilfreich sein, Unterrichtsstunden aufzuzeichnen, um anschließend den Verlauf Stunde und das unterrichtliche Handeln zu reflektieren. Eine Videoaufzeichnung ist dazu besonders geeignet. Es gilt dabei jedoch die rechtlichen Vorgaben des Schulgesetzes NRW zu beachten. Da diese sich schon vor einiger Zeit geändert haben, dieses aber nicht jedem bekannt scheint, wurde um einen entsprechenden, die aktuelle Rechtslage erläuternden Beitrag gebeten.

Zusammenfassung/ Abstract

Mit dem 15. Schulrechtsänderungsgesetz NRW (Mai 2020) wurde die Rechtslage zu Bild- und Tonaufnahmen im Unterricht grundlegend geändert. Die bisherige Regelung (§ 120 Abs. 3 Satz 2 SchulG NRW), die ministeriell genehmigte Aufnahmen mit Widerspruchsmöglichkeit erlaubte, wurde aufgehoben, da sie als bürokratisch und missverständlich galt. Seitdem ist für jede Bild- und Tonaufnahme im Unterricht oder bei verbindlichen Schulveranstaltungen eine freiwillige, anlassbezogene Einwilligung aller betroffenen Personen erforderlich; dies gilt gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler wie für Lehrkräfte. Die Einwilligung muss klar den Anlass, den Zweck, die Empfänger, die Speicher- und Löschfristen sowie die Betroffenenrechte benennen und gegenüber der Schulleitung abgegeben werden. Eine Verweigerung darf keine Nachteile nach sich ziehen; Alternativen (z. B. Teilnahme am Unterricht in einer Parallelklasse) müssen angeboten werden. Bereits vorliegende Einwilligungen für andere Zwecke sind nicht übertragbar. Die Aufnahmen dürfen ausschließlich dem angegebenen Personenkreis und nur zu den beschriebenen Zwecken zugänglich gemacht werden und sind nach Zweckerfüllung zu löschen. Aufzeichnungsgeräte sollten möglichst von der Schule gestellt werden; bei Nutzung privater Geräte ist besondere Sorgfalt hinsichtlich Datenschutz und Datenspeicherung (keine Cloud-Synchronisation) erforderlich.1Abstract erstellt mit Hilfe von Perplexity.ai

Rechtslage bis zum 15. Schulrechtsänderungsgesetz im Mai 2020

Es galt gem. § 120 Abs. 3 Satz 2 SchulG NRW:

Für Zwecke der Lehrerbildung sowie der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dürfen vom Ministerium genehmigte Bild- und Tonaufzeichnungen des Unterrichts erfolgen, wenn die Betroffenen rechtzeitig über die beabsichtigte Aufzeichnung und den Aufzeichnungszweck informiert worden sind und nicht widersprochen haben.”

Rechtslage seit dem 15. Schulrechtsänderungsgesetz im Mai 2020

§ 120 Abs. 3 Satz 2 wurde gestrichen. § 120 Abs. 6 wurde ergänzt und regelt damit nun auch Bild- und Tonaufzeichnungen zum Zweck der Lehrerbildung.

“(6) Bild- und Tonaufzeichnungen des Unterrichts oder sonstiger verbindlicher Schulveranstaltungen bedürfen der Einwilligung der betroffenen Personen. Die Einwilligung muss freiwillig erteilt werden. Den betroffenen Personen dürfen keine Nachteile entstehen, wenn sie eine Einwilligung nicht erteilen.”

Begründung zum Wegfall der bisherigen Regelung und Klarstellung in einem neuen Absatz

Zu Absatz 3
Die Regelung des bisherigen Absatzes 3 Satz 2 hat sich in der Anwendung als nicht praktikabel erwiesen und wird daher aufgehoben. Sie verfolgte ursprünglich das Ziel, für bestimmte Zwecke die Anfertigung von Bild- und Tonaufzeichnungen des Unterrichts zu erleichtern, indem die erforderliche datenschutzrechtliche Einwilligung der betroffenen Schülerinnen und Schüler durch eine ministerielle Genehmigung ersetzt werden kann und den Betroffenen lediglich eine Widerspruchsmöglichkeit zusteht. In der Praxis wird die Regelung von den Personen, die die Genehmigung der Aufzeichnungen beim Ministerium beantragen, jedoch überwiegend dahingehend missverstanden, dass zusätzlich zu den in vielen Fällen bereits vorliegenden Einwilligungen der betroffenen Schülerinnen und Schüler auch noch eine Genehmigung der Aufzeichnung durch das Ministerium erforderlich ist; sie wird demnach als zusätzliche bürokratische Anforderung wahrgenommen. Mit der Aufhebung der Regelung wird dieses Missverständnis beseitigt.
Die Rechtmäßigkeit der Bild- und Tonaufzeichnungen des Unterrichts oder sonstiger verbindlicher Schulveranstaltungen ist an das Vorliegen der allgemeinen datenschutzrechtlichen Voraussetzungen, d.h. an die Einwilligung der Betroffenen gekoppelt. Das Erfordernis der Einwilligung für Bild- und Tonaufzeichnungen wird nochmals explizit zur Klarstellung im neuen Absatz 6 aufgenommen. Die datenschutzrechtliche Situation der Schülerinnen und Schüler wird dadurch verbessert.”

Zu Absatz 6
In Satz 1 wird klarstellend aufgenommen, dass Bild- und Tonaufnahmen des Unterrichts oder sonstiger verpflichtender Schulveranstaltungen der Einwilligung der betroffenen Personen bedürfen und die Einwilligung freiwillig erfolgen muss (siehe auch Begründung zu den Absätzen 2 und 3). Die Klarstellung der aus der DSGVO folgenden Freiwilligkeit einer Einwilligung erfolgt auf Anregung der LDI.

Eine § 120 Abs. 6 entsprechende Regelung findet sich die Lehrkräfte betreffend in § 121 Abs. 1 Satz 2.

Die Begründung für die Änderung von § 121 Abs. 1 Satz 2

“Mit der Neufassung des Satzes 2 wird die Entscheidung über Bild- und Tonaufnahmen des Unterrichts oder sonstiger verpflichtender Schulveranstaltungen zur Verbesserung der Datenschutzrechte der Lehrkräfte auch von deren Einwilligung abhängig gemacht. Dies entspricht der neuen Regelung für die Schülerinnen und Schüler in § 120 Absatz 5 SchulG. Die Klarstellung der aus der DSGVO folgenden Freiwilligkeit einer Einwilligung erfolgt auf Anregung der LDI.”2https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-7770.pdf

Was bedeutet das für die Praxis der Lehrkräfteausbildung?

Die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen oder auch nur Tonaufnahmen einer Unterrichtsstunde oder von Ausschnitten daraus, erfordert immer eine vorherige Einwilligung der betroffenen Personen, hier der Schülerinnen und Schüler und gegebenenfalls auch anwesender Lehrkräfte. Diese Einwilligung ist freiwillig. Das bedeutet, Schülerinnen und Schülern, welche die Einwilligung nicht erteilen wollen, darf aus der Nichteinwilligung kein Nachteil entstehen. Um die Freiwilligkeit zu gewährleisten, kann Schülerinnen und Schülern während der Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen die Teilnahme am Unterricht einer Parallelklasse angeboten werden. Dabei ist sicherzustellen, dass ihnen kein Lernstoff entgeht.

Aus der Einwilligung muss eindeutig hervorgehen,

  • für welche konkrete(n) Unterrichtsstunde(n) sie erteilt wird,
  • zu welchem Zweck die Bild- und Tonaufnahmen angefertigt werden,
  • wer Zugriff auf die Aufnahmen erhält,
  • wie lange die Aufnahmen gespeichert und wann sie gelöscht werden,
  • sowie, welche Rechte den betroffenen Personen zustehen.

Die Einwilligung ist – wie üblich – gegenüber der Schulleitung abzugeben.

Bereits vorliegende Einwilligungen für Bild- und Tonaufnahmen können in der Regel nicht verwendet werden, da sie meist andere Verarbeitungszwecke betreffen (beispielsweise die Erstellung von Erklärvideos, Aufnahmen im Sportunterricht zur Bewegungsanalyse oder das Training von Bewerbungsgesprächen).

Einwilligungen, die im Rahmen der Lehrkräfteausbildung für Bild- und Tonaufnahmen eingeholt werden, sind daher stets als sogenannte anlassbezogene Einwilligungen zu verstehen.

Beispiele, wie der Zweck beschrieben werden kann:

  • zur Nachbesprechung im Fachseminar, d.h. mit anderen Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern.
  • zur Nachbesprechung mit dem Fachleiter und/ oder Hauptseminarleiter
  • zur Auswertung der Unterrichtsstunde für die Staatsarbeit mit Entnahme von Einzelbildern zur Illustration

Formulierungen bezüglich einer Veröffentlichung

Die Aufnahmen werden nur dem beschriebenen Personenkreis zu den genannten Zwecken zugänglich gemacht. Diese Personen werden vorab auf ihre Verschwiegenheitspflicht hingewiesen. Eine Veröffentlichung in anderer Form wird nicht erfolgen.
Beispielformulierungen bezüglich der Löschung/ Aufbewahrung
Die angefertigten Aufnahmen werden nur solange aufbewahrt, bis der Verarbeitungszweck erreicht ist. Danach werden die Aufnahmen vollständig gelöscht.

Hinweise zu den Aufnahmegeräten

Aufzeichnungen sollten nach Möglichkeit mit von der Schule gestellten Endgeräten vorgenommen werden. Sollen Aufnahmen mit privaten Endgeräten erfolgen oder mit Geräten des ZfSL, so ist dafür vorab eine Genehmigung der Schulleitung einzuholen, sofern es sich dabei um Datenverarbeitungsgeräte (Tablet, Smartphone, …) handelt. Bei Camcordern, Digitalkameras mit Videofunktion, Audiorekordern, die nicht mit Online-Funktionen des Herstellers zur Datenspeicherung oder Nachbearbeitung gekoppelt sind, braucht es diese Genehmigung nicht. Wird ein privates oder ZfSL eigenes digitales Endgerät für die Anfertigung der Bild- und Tonaufnahmen genutzt, ist sicherzustellen, dass die Aufnahmen nicht in eine Cloud synchronisiert/ gesichert werden, die nicht von der Schule zu diesem Zweck bereitgestellt wird.

Vorlage für eine Einwilligung

Die folgende Vorlage geht davon aus, dass eine Einwilligung für Videoaufnahmen im Unterricht eines/ einer Lehramtsanwärter/in eingeholt werden soll. Sie gilt für ein Schuljahr, eine Person und ein Fach und ist in einfacher Sprache gehalten.3Es wäre prinzipiell möglich, eine solche Einwilligung auch allgemeiner zu gestalten, wenn derartige Aufnahmen sehr regelmäßig vorkommen. Da dieses aber selten der Fall ist, wurde diese Einwilligung anlassbezogen gestaltet.

Stand 07/2025

KI-Plattformen – DS-GVO und KI Verordnung

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Seit nunmehr zwei Jahren stellen KI-Plattformen unsere Welt auf den Kopf. Nicht nur in der Wirtschaft und Behörden treiben die auf großen Sprachmodelle (Large Language Model (LLM)) basierenden Plattformen umwälzende Veränderungen an, auch in der Schule bestimmen sie den Diskurs, egal ob es um das Lernen mit und über KI geht, eine veränderte Prüfungskultur, Intelligente Tutorielle Systeme, Learning Analytics, Diagnoseverfahren, die automatisierte Auswertung von Leistungsüberprüfungen und -nachweisen, Laufbahnprognosen, das Verfassen von Gutachten und die Erstellung von Förderempfehlungen. Das Potential von KI-Plattformen erscheint gerade in Schulen unbegrenzt. Welche Nutzungsmöglichkeiten sich im schulischen Alltag jedoch tatsächlich ergeben, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: den rechtlichen Vorgaben sowie der Verfügbarkeit geeigneter Plattformen. Rechtliche Vorgaben und die sich daraus ergebenden Grenzen der Nutzung, im Datenschutz oft als Schranken bezeichnet, bestimmte bisher soweit es eine schulische Nutzung betrifft, das Datenschutzrecht und hier dann die DS-GVO und die aus ihr abgeleiteten spezialrechtlichen Regelungen der Schulgesetze- und Verordnungen der Bundesländer.

Die DS-GVO trat 2016 in Kraft und wird seit 2018 umgesetzt. Als sie in einem mehrjährigen Prozess erarbeitet wurde, konnte niemand damit rechnen, dass es gerade einmal vier Jahre nach Beginn der Umsetzung des Regelwerkes Plattformen geben könnte, die in der Lage sind zu tun, was die sogenannten KI-Plattformen heute leisten. Es gab durchaus eine Vorstellung von Computerprogrammen, in denen komplexe Algorithmen personenbezogene Daten auswerten und daraus resultierende Entscheidungen treffen. Um EU-Bürger vor Profiling und Entscheidungen zu schützen, die ausschließlich auf automatisierten Entscheidungen beruhen, entstand Art. 22 der DS-GVO. Europäischen Gesetzgebern wurde angesichts der rasanten Entwicklung und Verbreitung von KI-Plattformen seit November 2022 und den damit verbundenen Herausforderungen schnell klar, dass die DS-GVO diese nicht ausreichend abdecken kann. Die DS-GVO regelt den Schutz personenbezogener Daten, adressiert damit jedoch längst nicht alle Risiken, die mit dem Einsatz von KI verbunden sind. Mit der KI-Verordnung der EU (AI Act) versucht man nun, die neuen technologischen, ethischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen zu regulieren. Anders als die DS-GVO reguliert die KI-Verordnung in Abhängigkeit vom Risiko, welches von einer KI Anwendung ausgeht, und reguliert auch, wenn keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Die KI-Verordnung ist so als Ergänzung zur DS-GVO zu sehen, welche durch einen neuen, spezifischen Rechtsrahmen einen sicheren und ethischen Einsatz von KI in der EU gewährleisten soll. Auch Schule ist von der KI-Verordnung betroffen, wenngleich ihre unmittelbaren Auswirkungen deutlich geringer sind als die, welche aus der DS-GVO resultieren. Inhaltlich knüpft die KI-Verordnung ein Stück weit an die in Art. 22 DS-GVO gesetzten Grenzen an, erweitert diese jedoch und erlegt Schulen neue Pflichten auf, die über den reinen Schutz der personenbezogenen Daten hinausreichen.

KI-Plattformen im Unterricht

Unabhängig von der KI-Verordnung gelten für die schulische Nutzung von KI-Plattformen, sofern personenbezogene Daten davon betroffen sind, weiterhin die bisherigen Regeln. Da diese im vorherigen Beitrag ausführlich beschrieben wurden, sind sie hier nur auf die wichtigsten Punkte reduziert wiedergegeben.

Die wichtigsten Grundregeln, welche mit Blick auf Datenschutz zu beachten sind, wenn KI-Plattformen mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht genutzt werden, sind:

  • Eine direkte, unvermittelte Interaktion von Schülerinnen und Schülern mit den KI-Plattformen von US Anbietern wie OpenAI (ChatGPT), Anthropic (Claude), Meta (KI in Messengern wie WhatsApp und FB Messenger), Google (Gemini) usw. Oder oder auch von chinesischen Anbietern wie Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Basic Technology Research Co., Ltd. (DeepSeek) ist mit unkalkulierbaren hohen Risiken verbunden und von daher mit Blick auf Datenschutz für Schulen auf keinen Fall zu empfehlen. Hintergrund: Die Anbieter haben nicht nur auf die Inhalte der Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern und der KI Zugriff, sondern auch auf alle mit der Interaktion verbundenen Metadaten wie Endgeräte-Kennungen, Standort, Spuren von anderen genutzten Plattformen usw.. Sie können alle diese Daten für eigene Zwecke wie zum Training ihrer Plattformen oder andere wirtschaftliche Interessen verwenden.
  • Wenn Schülerinnen und Schüler mit KI-Plattformen arbeiten, egal wie sie darauf zugreifen, dürfen die im Hintergrund laufenden LLM die in Prompts eingegeben Daten niemals für Trainingszwecke verwenden.
  • Schülerinnen und Schüler dürfen bei der Interaktion mit KI-Plattformen, egal wie sie darauf zugreifen, niemals persönliche Informationen von sich selbst oder anderen ihnen bekannten Personen als Bestandteil von Prompts eingeben.
    • Bei multimodalen KI-Plattformen, das meint Plattformen, die in der Lage sind, Fotos, Videos und Audiodateien als Bestandteil von Prompts zu verarbeiten, muss darauf geachtet werden, dass diese Medien keine personenbezogenen oder -beziehbaren Daten enthalten, welche es ermöglichen die Daten auf eine identifizierbare Person zurückzuführen. Personenbezogene oder -beziehbare Daten können in Medien sowohl als Inhalt wie die Abbildung der Person oder ihre Stimme enthalten sein, als auch in Metadaten wie Standortdaten, Geräte-Kennungen usw..
  • Lehrkräfte sollten eine Möglichkeit haben, die Interaktion ihrer Schülerinnen und Schüler nachträglich stichprobenartig kontrollieren zu können, um eine riskante Nutzung sowie Missbrauch zu verhindern.
  • Schulen sollten in ihrer Nutzungsordnung für digitale Endgeräte, Apps und Online Plattformen auch die Nutzung von KI-Plattformen ausdrücklich berücksichtigen und entsprechende Nutzungsregeln darin festlegen.
  • Schülerinnen und Schüler sollten über die Funktionsweise von KI-Plattformen und mögliche Risiken für ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung aufgeklärt werden, bevor sie mit derartigen Plattformen im Unterricht arbeiten.

Es sollte klar geworden sein, dass eine unterrichtliche Nutzung von ChatGPT, Gemini, Claude, DeepSeek u. Ä. direkt über die Websites oder Apps der Anbieter durch Schülerinnen und Schülern für Schulen zu Konflikten mit den datenschutzrechtlichen Vorgaben führt, welchen sie unterliegen, und von daher nicht vertretbar ist.

Mittlerweile sind ausreichend viele alternative Möglichkeiten entstanden, die es erlauben, mit den genannten US-amerikanischen und chinesischen KI-Plattformen datenschutzfreundlich(er) zu interagieren. Darüber hinaus wächst die Zahl von Angeboten aus dem EU Raum wie auch direkt aus Deutschland, welche eigene, zumeist auf Open Source LLM aufsetzende KI-Plattformen bereitstellen.

Zu den Anbietern, welche alternative Zugriffsmöglichkeiten auf US-amerikanische KI-Plattformen anbieten, gehören aktuell bekanntere Namen wie fobizz, schulKI und FelloFish (Fiete.ai). Sie “entschärfen” die mit einer direkten Nutzung der US-amerikanischen KI-Plattformen verbundenen Risiken, indem sie über die von diesen Anbietern bereitgestellten API (Programmschnittstellen zu den LLM) als Vermittler auf personalisierte Zugänge für Schülerinnen und Schüler verzichten, die Nutzer anonymisieren und so eine mögliche Identifizierung anhand von Zugangs- und/oder Metadaten verhindern. Ergänzend stellen einige Anbieter in ihren Plattformen zusätzliche datenschutzfreundliche LLM zur Auswahl bereit. Dabei kann es sich um Open Source Modelle handeln oder Eigenentwicklungen von im DS-GVO Raum ansässigen Drittanbietern.

Verschiedene Bundesländer haben bei den genannten bekannteren Anbietern Landeslizenzen erworben, während andere Bundesländer eigene Lösungen in Auftrag gegeben haben. Aktuell entsteht im Auftrag der KMK eine weitere KI-Plattform, die unter Federführung des FWU entwickelt wird und dann durch die Bundesländer als Landesplattform den Schulen zur Verfügung gestellt werden kann.

Zu beachten ist, dass die oben aufgeführten Grundregeln aktuell auch bei der vermittelten Nutzung von US-amerikanischen und chinesischen KI-Plattformen gilt wie auch bei den von den Ländern bereitgestellten Plattformen, sofern diese keine abweichenden Vorgaben machen.

KI-Plattformen als Werkzeuge für Lehrkräfte

KI-Plattform sind nicht nur in der Lage, Texte zu verarbeiten, um Anweisungen zu folgen,  sondern sie können Texte sowohl inhaltlich wie auch sprachlich analysieren. Das eröffnet nicht nur für Schülerinnen und Schüler neue Möglichkeiten. Während diese sich Feedback geben lassen können, um bessere Texte zu schreiben, können Lehrkräfte KI-Plattformen didaktische Kriterien bezüglich Sprache, Inhalt, Struktur, erwarteten Kompetenzen und ähnlich vorgeben mit dem Ziel, Schülertexte entsprechend auswerten zu lassen.

Einige Anbieter von KI-Plattformen wie auch beispielsweise Cornelsen mit der KI-Toolbox cornelsen.ai haben bereits spezialisierte Module in ihre Angebote integriert oder sich sogar darauf spezialisiert, Textprodukte einer größeren Anzahl von Schülerinnen und Schülern nacheinander schnell und effizient über ein von der Lehrkraft angelegtes Bewertungsraster auswerten zu lassen. In diesem Zusammenhang lassen sich auch schnell und einfach Vorschläge für eine Bepunktung und sogar eine Bewertung erstellen. Gleiches ist möglich, wenn die KI-Plattform Fotos als Bestandteil von Prompts entgegen nimmt. So lassen sich sogar handschriftliche Textprodukte über die Plattform analysieren und bewerten.

Mit Blick auf Datenschutz ergeben sich aus diesen Möglichkeiten neue Herausforderungen. Ist es überhaupt zulässig, Schülertexte mittels KI-Plattformen auswerten zu lassen?

Möchte man auf einer der oben genannten datenschutzfreundlichen Plattformen Schülertexte unterstützend auswerten lassen, dürften dabei keine persönlichen Inhalte in die Prompts einfließen, keine Namen und auch keine biographischen Daten. Es versteht sich von selbst, dass so Lebensläufe wie auch sehr persönliche Texte nicht über KI-Plattformen ausgewertet werden können. Digitale Texte sehen vom Schriftbild alle gleich aus. Doch wie verhält es sich mit handschriftlichen Texten? Diese stellen zumindest aktuell immer noch den Großteil der von Schülerinnen und Schülern erstellten Texte dar. Man sollte davon ausgehen können, dass die Handschrift von Schülern kein Merkmal darstellt, über welches Betreiber der großen KI-Plattformen diese einer identifizierbaren Person zuordnen können, wenn sie solches entgegen ihrer Datenschutzrichtlinien für API Nutzer doch tun sollten. Zwei Gründe sprechen dafür. Zum Einen finden sich kaum handschriftliche Muster von jungen Menschen im Internet oder auf Social Media, die einen Abgleich und eine Zuordnung ermöglichen würden und zum Anderen müssten KI-Plattformen darauf trainiert sein, individuelle Handschriften als solche zu erkennen.

Bei nicht handschriftlichen, digital verfassten Texten kann man sicher davon ausgehen, dass es keine datenschutzrechtlichen Bedenken gibt, diese in einer KI-Plattform auswerten zu lassen, solange diese Texte frei von identifizierenden Merkmale, wie Namen oder persönlichen Inhalte bleiben. Geht es um handschriftliche Texte, werden diese Einschätzungen vermutlich nicht von jedem geteilt werden.

Eine Auswertung von Schülertexten sollte damit unter den genannten Bedingungen zumindest für nicht handschriftliche, digital verfasste Texte in den Grenzen der DS-GVO möglich sein. Gemäß Art. 22 DS-GVO haben Betroffene, hier Schülerinnen und Schüler, “das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung […] beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die” ihnen “gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.” Im Fall einer Auswertung von Schülerarbeiten mittels einer KI-Plattform meint dies eine Leistungsbewertung, welche von der Lehrkraft unkontrolliert übernommen wird. Es ist somit beispielsweise nicht zulässig, dass eine Lehrkraft die von ihren Schülerinnen und Schülern erstellten Leistungsnachweise über eine KI-Plattformen anhand von zuvor eingegebenen Aufgabenstellungen sowie dem Erwartungshorizont und einem Bewertungsraster automatisiert auswerten lässt und anschließend die von der Plattform ermittelten Noten in ihr Notenprogramm übernimmt und am Ende des Halbjahres aus den so ermittelten Noten eine Endnote festlegt. Art. 22 DS-GVO lässt Ausnahmen zu, wenn es entsprechende Rechtsvorschriften gibt und dort auch festgelegt ist, wie die Rechte und Belange der betroffenen Personen geschützt werden. Entsprechende spezialgesetzliche Regelungen aus dem Schulrecht sind dem Verfasser des Beitrags aus den verschiedenen Bundesländern bisher nicht bekannt. Offizielle Vorstöße in Richtung der Korrektur von Klassenarbeiten mittels KI-Plattformen müssen diese Grenzen berücksichtigen, wie der Schulversuchs „proof – Prozessorganisation und Feedback“ in Bayern verdeutlicht. Im Rahmen dieses Projektes dürfen 16 Schulen den Einsatz von KI bei der Korrektur von Arbeiten erproben, um Lehrkräfte von Routineaufgaben zu entlasten, jedoch ausdrücklich beschränkt auf die Vorkorrektur zur Beurteilung der sprachlichen und inhaltlichen Richtigkeit von Arbeiten.1https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2024/439/baymbl-2024-439.pdf

In der Praxis bedeutet das, eine Vorauswertung von Schülertexten mittels einer geeigneten KI-Plattform ist unter Beachtung der oben genannten Hinweise durchaus möglich, solange die Lehrkraft die Resultate nicht ungeprüft übernimmt und die abschließende Notenfindung selbst vornimmt. Wenn Lehrkräfte KI-Plattformen zur Unterstützung bei der Bewertung von Schülertexten einsetzen, sollten sie sich immer auch der Tendenz bei menschlichen Entscheidenden bewusst sein, “die Ergebnisse des Computers ohne Kritik oder weitere Kontrolle zu übernehmen (sogenannter „Automation Bias“),” vor welcher der Landesbeauftragte für Datenschutz Baden Württemberg in seinem 40. Tätigkeitsbericht warnt.

Auswirkungen der KI-VO

Nicht nur die DS-GVO setzt mit Art. 22 dem Einsatz von KI-Plattformen bei der Auswertung von Schülerarbeiten Grenzen, auch die KI-Verordnung hat an dieser Stelle rechtliche Relevanz, allerdings aus einem völlig anderen Blickwinkel.

Exkurs: Während die DS-GVO auf das Recht der Betroffenen auf informationelle Selbstbestimmung und das Verbot automatisierter Einzelfallentscheidungen ohne menschliche Kontrolle fokussiert, nimmt die KI-Verordnung der EU (AI Act/ KI-VO) mögliche Risiken, die für Betroffene aus einer Verarbeitung ihrer Daten mittels KI-Plattformen entstehen können, in den Blick. Sie stuft dafür KI-Plattformen, in der Verordnung als KI-Systeme bezeichnet, nach ihrem Einsatzzweck in Risikokategorien ein, die von minimalem Risiko über geringes und hohes Risiko bis zu unannehmbarem Risiko reichen. Mit Ausnahme von KI-Systemen, welche durch unannehmbare Risiken grundsätzlich verboten sind, gilt – je höher das potentielle Risiko, welches mit dem Einsatz eines KI-Systems verbunden ist, desto umfangreicher sind die daraus resultierenden Auflagen – für die Anbieter der Systeme sowie auch die Betreiber, hier die Schulen.

Speziell mit Blick auf Bildung beschreibt die KI-VO in Anhang III2https://artificialintelligenceact.eu/de/annex/3/, Nr. 3 KI-VO vier Kategorien von KI-Systemen, die als hochriskant gemäß Art. 6 Abs. 2 KI-VO einzustufen sind. Das sind KI-Systeme, die (a) dazu dienen einen Zugang zur Schule oder eine Einteilung in Lerngruppen zuzuweisen, die (b) Lernergebnisse bewerten und solche die darauf aufbauend Lernprozesse steuern, die (c) über die Bildungslaufbahn entscheiden und die (d) Prüfungen auf unzulässige Handlungen überwachen. Das hohe Risiko entsteht aus diesen KI-Systemen, “da sie den Bildungs- und Berufsweg einer Person bestimmen und daher die Fähigkeit dieser Person, ihren Lebensunterhalt zu sichern, beeinflussen können.3https://artificialintelligenceact.eu/de/recital/56/

Für die Einstufung als Hochrisiko-KI-System ist nicht entscheidend, was ein Nutzer damit vorhat, sondern wozu das System objektiv in der Lage ist und für welchen Einsatzzweck es bestimmt ist.

Bisher müssen Schulen beim geplanten Einsatz von KI-Systemen zur Auswertung von Schülerarbeiten lediglich die Vorgaben der DS-GVO, wie oben beschrieben, berücksichtigen. Mit dem schrittweisen Beginn der Umsetzung der KI-VO kommen nun deren Vorgaben noch hinzu. Für die Klassifizierung von KI-Systemen ist der Stichtag hier der 02.08.2026. Bis dahin gelten für Schulen weiterhin ausschließlich die Vorgaben der DS-GVO sowie gegebenenfalls landesspezifische Regelungen wie beispielsweise in Baden-Württemberg; die KI-Verordnung betrifft bis dahin nur einzelne Pflichten wie die Schulung der Mitarbeitenden zur KI-Kompetenz, nicht jedoch die konkrete Nutzung von KI-Plattformen im Unterricht. Ab dem Stichtag ist klar, KI-Plattformen, welche laut KI-VO in der allgemeinen oder beruflichen Bildung “zur Bewertung von Lernergebnissen eingesetzt werden sollen”, werden als „hochriskant“ klassifiziert. Eine Einstufung als Hochrisiko-KI-System entfällt gemäß Art. 6 Abs. 3 lit. d) KI-Verordnung nur dann, wenn das KI-System objektiv ausschließlich vorbereitende Aufgaben wie die Fehleranalyse in Schülertexten übernimmt, ohne selbst die Bewertung maßgeblich zu beeinflussen, und die Endbewertung eigenständig durch eine Lehrkraft erfolgt.

Sollte der Gesetzgeber eines Bundeslandes eine Rechtsgrundlage für die Nutzung von KI-Plattformen zur eigenständigen Bewertung von Lernergebnissen schaffen, so würde dies für Schulen, welche eine geeignete, spezialisierte Plattform entsprechend einsetzen wollen, ab August 2026 eine Anzahl von Pflichten mit sich bringen, vergleichbar denen, welche Schulen durch die DS-GVO auferlegt werden, je nach KI-System jedoch möglicherweise deutlich umfangreicher. Schulen werden geeignete KI-Plattformen zur Bewertung von Lernergebnissen u.a. daran erkennen können, dass sie als Hochrisiko-KI-Plattformen ein CE-Kennzeichen, eine EU-Konformitätserklärung sowie einen Eintrag in der zentralen EU-KI-Datenbank mit Informationen zu Einsatzzweck, Risikobewertung usw. nachweisen können. Derzeit ist ein solcher Schritt von Seiten der Schul- und Kultusministerien jedoch höchst unwahrscheinlich. Das wird auch so bleiben, solange KI-Modelle eine erhebliche Fehleranfälligkeit aufweisen, Anbieter nicht die notwendige Transparenz gewährleisten und der Einsatz solcher Systeme — angesichts der daraus resultierenden Risiken für Fairness, Transparenz und Nachvollziehbarkeit — einen nicht vertretbaren Eingriff in die Grundrechte der Schülerinnen und Schüler darstellen würde.

Zudem ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass eine Einwilligung der Schülerinnen und Schüler nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DS-GVO in den Einsatz hochriskanter KI-Systeme regelmäßig keine tragfähige Rechtsgrundlage darstellen kann. Voraussetzung für eine wirksame Einwilligung ist ihre Freiwilligkeit, Informiertheit und die Möglichkeit, sie jederzeit ohne Nachteile zu verweigern oder zu widerrufen. Im schulischen Kontext ist eine echte Freiwilligkeit jedoch kaum anzunehmen, da Schülerinnen und Schüler sich in einem strukturellen Abhängigkeitsverhältnis zur Schule befinden. Aus diesem Grund bedarf der Einsatz hochriskanter KI-Systeme im Bereich der Leistungsbewertung einer spezialgesetzlichen Rechtsgrundlage, die die Interessen der betroffenen Personen angemessen schützt.

Möchte eine Schule ein KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck im Sinne von Art. 3 Nr. 63 KI-VO für eine spezialisierte Anwendung, wie die Bewertung von Lernergebnissen, einsetzen, verkompliziert sich die Sache deutlich. Bereits durch die mit der Spezialisierung einhergehende Änderung des Einsatzzwecks könnte die Schule rechtlich selbst als Anbieter eines KI-Systems gelten, was umfassende zusätzliche Auflagen wie Risikomanagement, technische Dokumentationspflichten, Konformitätsbewertungen, CE-Kennzeichnung und die Eintragung in die EU-KI-Datenbank nach sich zieht.

Exkurs: ChatGPT, Claude, Gemini und DeepSeek gelten im Sinne der KI-VO als KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck, wohingegen die Angebote von Anbietern wie fobizz, FelloFish und vergleichbar nicht unter diese Kategorie fallen, da es sich bei ihnen um domänenspezifische KI-Systeme handelt, die für konkrete pädagogische Zwecke (z. B. Korrekturassistenz, Feedbackgenerierung) optimiert und nicht für eine „breite Palette unterschiedlicher Aufgaben“ ausgelegt sind.

Die KI-VO unterscheidet zwischen KI-Modell und KI-System. Ein KI-System basiert auf einem oder mehreren KI-Modellen, die in der Regel über eine Programmierschnittstelle (API) integriert oder direkt eingebettet werden. Das System wird dabei für einen konkreten oder allgemeinen Anwendungszweck gestaltet und über eine Benutzeroberfläche bereitgestellt. Greift ein Nutzer über seinen Browser auf ein Angebot wie ChatGPT zu, interagiert er mit dem KI-System von OpenAI, das auf dem KI-Modell GPT-4 basiert. Die von Anbietern wie SchulKI, fobizz und ähnlichen Plattformen angebotenen KI-Systeme integrieren verschiedene KI-Modelle, aus denen Nutzer je nach Anwendungszweck bzw. Tool auswählen können.

Viele Bildungs-KI-Anbieter werden voraussichtlich ihre KI-Bewertungsfunktionen weiterhin so ausgestalten, dass sie nur vorbereitende Aufgaben unterstützen, um einer Einstufung als Hochrisiko-KI und den daraus resultierenden Pflichten als Anbieter zu entgehen.

Als hochriskant kategorisiert die KI-VO in Anhang III, Nr. 3 nicht nur KI-Systeme zur “Bewertung von Lernergebnissen“, sondern auch solche, welche “diese Ergebnisse zur Steuerung des Lernprozesses natürlicher Personen” verwenden. Darunter fallen je nach technischer Ausgestaltung auch Adaptive Lernsysteme und Intelligente Tutorielle Systeme – ob ein System jedoch tatsächlich als Hochrisiko-KI gilt, hängt davon ab, ob es im Sinne der Verordnung „intelligent“ agiert (z. B. durch den Einsatz komplexer KI-Modelle mit diagnosefähiger Lernsteuerung) oder lediglich einfache Algorithmen nutzt.

Ein Blick nach Baden Württemberg

Was würde das in der Praxis heißen? Zunächst ein kurzer Blick nach Baden-Württemberg. Dort gibt es mit § 115b im Schulgesetz4https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/jlr-SchulGBW1983V57P115b seit 2024 eine Regelung, welche Schulen das “Anwenden automatisierter, anpassungsfähiger Verfahren […] zum Zweck der technischen Unterstützung und Förderung des individuellen Lernweges” erlaubt. Ergänzt und präzisiert wird diese Regelung mit der Digitalunterrichtsverordnung5https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/jlr-DigUVBWrahmen (DUVO). Automatisierte, anpassungsfähige Verfahren werden dort beschrieben als Computersysteme, die automatisch passende Lernangebote für Schülerinnen und Schüler auswählen, sich interaktiv an das Können und den Lernfortschritt der Lernenden anpassen, gezielt beim individuellen Üben helfen und Rückmeldungen geben. Zu den Informationspflichten gemäß Art. 13 und 14 DS-GVO werden Schulen auch Pflichten in Orientierung an der KI-VO auferlegt. Dazu gehören die Transparenzpflicht, welche Schulen durch Information über die Nutzung und Funktion des System erfüllen müssen, wie das Recht der Betroffenen zur Einsichtnahme, die Zweckbindung, mit welcher der Einsatzzweck eingeschränkt wird, das Verbot der Nutzung von Schülerdaten für Trainingszwecke und der Schutz der personenbezogenen Daten der Nutzer, wozu auch das Verbot gehört, in der Plattform personenbezogenen Daten besonderer Kategorien (Art. 9 DS-GVO zu verarbeiten. Eine Einsichtnahme der Lehrkräfte in die Lernfortschritte ist möglich, setzt jedoch eine Vorabinformation der Schülerinnen und Schüler über den Zeitpunkt voraus. Lehrkräfte dürfen im System erbrachte Leistungen “bei der Notenbildung oder anderen wesentlichen schulischen Entscheidungen” nur dann berücksichtigen, wenn sie diese “fachlich und pädagogisch” geprüft haben. Das bedeutet, um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: will eine Lehrkraft in Baden-Württemberg die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler in einem KI-gestützten System wie einem Adaptiven Lernsystem oder Intelligenten Tutoriellen System, dessen Nutzung in den Regelungsbereich der DUVO fällt, bewerten, setzt dieses voraus, dass vor der Einsichtnahme eine Information über den beabsichtigten Zeitpunkt erfolgt und die erbrachten Leistungen von der Lehrkraft fachlich und pädagogisch geprüft werden.

Ein Blick nach NRW

In NRW lassen sich Adaptive Lernsysteme und Intelligente Tutorielle Systeme unter Lehr- und Lernsysteme gem. § 120 Abs. 5 Satz 1 fassen6Siehe hierzu 29. Bericht 2024 LDI NRW; S. 47ff . Schulen können demnach entsprechende Systeme zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags einsetzen und die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten verarbeiten. Anders als in Baden-Württemberg findet sich im Schulgesetz NRW bisher keine bereichsspezifische Regelung zur Nutzung von KI-Plattformen oder Systemen, welche mit KI-Unterstützung arbeiten. Bestehende datenschutzrechtliche Grundsätze aus dem Schulgesetz und der DS-GVO sind hier anzuwenden, wie bei anderen Plattformen auch. Darüber hinaus müssen Schulen sich vorerst an der sperrigen KI-VO orientieren. Möchte eine Schule ein vom Schulträger bereitgestelltes Adaptives Lernsystem oder ein Intelligentes Tutorielles System nutzen, welches lediglich durch einfache Algorithmen gesteuert wird, geben alleine das Schulgesetz und die DS-GVO den Rechtsrahmen vor, innerhalb dessen eine Nutzung möglich ist. Mit dem Anbieter ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung abzuschließen, Betroffene müssen vorab über die Datenverarbeitung informiert werden und die Nutzung ist nur im Rahmen des Erforderlichen möglich. Ist im Hintergrund ein KI-System aktiv, kommt auch die KI-VO ins Spiel. Die Schule müsste zunächst prüfen, ob das System  als Hochrisiko-KI gemäß Anhang III der KI-VO einzustufen ist. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn das System zunächst über einen Kompetenz-Check einen Lernstand ermittelt, diesen bewertet bzw. zu einer Diagnose verarbeitet und daraus abgeleitet die weiteren Lernprozesse automatisch steuert, d.h. sich anpasst und Lernvorgaben ohne direkte menschliche Entscheidung verändert. Durch die Einstufung als Hochrisiko-KI ist die Schule verpflichtet, die Lernenden vorab entsprechend zu informieren. Lehrkräfte müssen jederzeit in der Lage sein, die Entscheidungen des KI-Systems zur Steuerung der Lernprozesse nachzuvollziehen und diese bei Bedarf anzupassen.

KI-Plattformen ohne hohes Risiko

Viele für den schulischen Einsatzzweck konzipierte Plattformen, deren Funktionen KI-Systeme integrieren, fallen nicht unter Hochrisiko-KI-Systeme, da sie Anwendungsbereiche adressieren, die nur mit minimalem oder geringem Risiko verbunden sind. Dazu gehören etwa Hilfestellungen beim Verfassen von Texten, automatisiertes Feedback auf Entwürfe, interaktive Chats mit historischen oder fiktiven Persönlichkeiten, Erstellung von Podcasts aus Texten, Erschließung von Texten durch Fragen an ein PDF, das Erstellen von Grafiken und Bildern usw. Solche Anwendungen unterstützen den Lernprozess oder die kreative Arbeit, greifen jedoch nicht maßgeblich in die Leistungsbewertung oder die Bildungslaufbahn der Schülerinnen und Schüler ein. Sie unterliegen daher nach der KI-VO weniger strengen Anforderungen und können unter Einhaltung allgemeiner Datenschutzvorgaben deutlich einfacher eingesetzt werden.

Anwendungen, die nur ein geringes Risiko im Sinne der KI-Verordnung darstellen, unterliegen keinem Konformitätsbewertungsverfahren, keiner CE-Kennzeichnung und auch keinen umfassenden Risikomanagementpflichten. Die oben genannten typischen Funktionen der schulischen KI-Plattformen — wie Textassistenz, Feedbacksysteme, Chats mit historischen Persönlichkeiten, Bild- oder Podcast-Erstellung sowie interaktive PDF-Auswertungen — dürften in der Mehrzahl unter diese Kategorie der Anwendungen mit geringem Risiko fallen. Für Schulen als Betreiber solcher Systeme bedeutet dies in erster Linie, dass die Transparenzpflichten nach Artikel 52 der KI-VO zu beachten sind und Nutzerinnen und Nutzer — hier Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte — klar und verständlich darüber informiert werden müssen, dass sie mit einem KI-System interagieren. Voraussetzung bleibt, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, stets, dass die eingesetzten Plattformen datenschutzkonform betrieben werden, insbesondere keine sensiblen personenbezogenen Daten im Sinne von Artikel 9 DS-GVO unzulässig verarbeitet oder übermittelt werden.

Ausblick

Die KI-VO wird Schulen spätestens ab August 2026 vor zusätzliche Herausforderungen stellen, da dann vor allem die unter die Hochrisiko-KI-Systeme fallenden Plattformen nur noch rechtmäßig eingesetzt werden können, wenn die von der KI-VO festgelegten Anforderungen dabei eingehalten werden. Darüber hinaus verpflichtet die KI-Verordnung Schulen als Betreiber von KI-Systemen dazu, sicherzustellen, dass sowohl Lernende als auch Lehrkräfte über eine ausreichende Kompetenz im Umgang mit KI-Systemen verfügen („AI Literacy“). Diese Pflicht besteht bereits seit Februar 2025. Lehrkräfte müssen in der Lage sein, die Funktionsweise, Risiken und Grenzen der eingesetzten Systeme zu verstehen, um ihrer Rolle als menschliche Kontrollinstanz („Human Oversight“) gerecht werden zu können. Die KI-VO schreibt keine bestimmte Maßnahme zur Kompetenzentwicklung vor, sondern fordert lediglich das Ergebnis: den kompetenten und verantwortungsbewussten Umgang mit KI im schulischen Alltag. Die Vermittlung von KI-Kompetenz wird damit ein weiterer zentraler Aspekt der Schulentwicklung.

Bis August 2026 bleibt Schulen noch Zeit zu experimentieren, solange sie dabei die Grenzen von Art. 22 DS-GVO beachten. Je nach Bundesland können sie sich dabei sogar auf schon vorhandene Rechtsgrundlagen aus der Schulgesetzgebung stützen. Um die Schulen bei der Bewältigung dieser neuen Herausforderungen zu unterstützen, haben die Bundesländer in der Bildungsministerkonferenz am 10. Oktober 2024 vereinbart, Schulen und Schulträgern Orientierungshilfen für den rechtskonformen Einsatz von KI-Anwendungen bereitzustellen.7https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2024/2024_10_10-Handlungsempfehlung-KI.pdf (S. 10)

Wer sich selbst KI-kundig machen möchte, hat mit der Lektüre dieses Beitrags einen ersten Schritt dazu getan. Weitere hilfreiche Informationen finden sich u.a. unter: